III. Prozessionalien inoffizieller Art

 

 

 

 

Processionale um 1630 aus Abdinghof

Dieses Büchlein mit den liturgischen Gesängen zu den verschiedenen Prozessionen im Jahreslauf, angefangen mit Mariae Lichtmeß, und einigen Antiphonen wurde von Pater Engelbert Scevenhauß für seinen Mitbruder Johannes Mellin geschrieben. Aufgeschlagen sind Gesangstexte zum Fronleichnamsfest; rechts unten eine Notiz über den Ablauf der Feier, wie sie im Abdinghofkloster stattfand.

 

 

 

Processional-Gesangbuch von 1760 aus Arnsberg

Enthalten sind lediglich die Lieder, die während der Prozessionen in der Stadt Arnsberg gesungen wurden. Verfaßt von dem Prämonstratensermönch Franziskus Zeppenfeld im Kloster Wedinghausen. Aufgeschlagen ist der Anfang der Fronleichnamsprozession.

 

 

   

 

Paderborner Prozessionsbüchlein von1764

Aufgeschlagen ist die erste von fünf Stationen der Fronleichnamsprozession „Vor dem Geyers-Thor“ (Gierstor). Es folgen: Vor den Spierings-Thore“ (Kasseler Tor), „Vor dem Western-Thore“, „Vor dem Rimbecks-Thore“ (Riemeketor, heute Neuhäuser Tor), „Vor den Hirten-Thore“ (Heierstor oder Detmolder Tor). In einem zweiten Teil sind die „Antiphonen und Gebetter, welche bey der Procession zu allen Kirchen [Paderborns] gesungen und gebettet werden“, enthalten.

 

 

 

Prozessionsbuch aus Neuenheerse, um 1680, mit Noten

Der Codex gibt die Gesänge und Gebete wieder, die bei den Prozessionen, die an den Sonntagen (anstelle des Asperges) durch die Kirche und über den kleinen Friedhof gehalten wurden, sowie bei anderen Prozessionen an Fest- und Fasttagen üblich waren. Ein handschriftlicher Eintrag aus dem frühen 18. Jahrhundert besagt, daß dieses Buch für den Klerus von Neuenheerse bestimmt war und von dem ehemaligen Rektor des Petrus-Benefiziums Heinrich Erdtmann (gestorben im Jahre 1700) geschrieben worden ist. (Hic liber ad usum communem cleri Heriensis ab A.R.D. Henrico Erdtmann quondam Rectore Beneficii s. Petri Ao. 1700 in Domino defuncti conscriptus est.)

 

 

 

Fronleichnamsprozession in Ossendorf 1777

Auf dem ersten Blatt vermerkt: Agenda in Ecclesia Ossendorpiensi 1777. Pro festo Corporis Christi processio per pagum. Es folgt der Druck der Münsterschen Agenda pastoralia von 1712. Aufgeschlagen ist die fünfte Station „auffm Wolffesbeutel“.

Bemerkenswert ist der kostbare Einband aus rotem Leder mit Goldprägungen, innen Goldbrokat-Papier.

 

 

 

I. Die erste Paderborner Agende von 1602

 

II. Die späteren Paderborner Agenden

 

 

 

IV. Teilritualien privater Art

 

V. Agenden, die im Bereich des heutigen Erzbistums Paderborn in Gebrauch waren